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Pro NRW / Köln: Pleiten, Pech und Pannen 2011 (Teil 1)

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Januar
Das Jahr 2011 fing schon bescheiden an. Musste doch die von der Stadt Köln präsentierte Rechnung über 33.750 €, für die Demontage der nicht abgehangenen Wahlplakate, beglichen werden.

Februar
Ein Erfolgserlebnis musste her. Ein glücklicher Zufall war die Erdogan-Rede in Düsseldorf. Mobilisiert in ganz NRW, karrte man die Mahnwachen-Truppe der Bürgerbewegten im Regenwetter nach Düsseldorf. Abseits des Geschehens sorgte Jörg Uckermann noch für Heiterkeit. Als er in seiner Ansprache von 200 Demonstranten faselte, lagen einige der 87 gezählten Bürgerbewegten vor Lachen über den Absperrgittern.
Auch Bernd Schöppe muckte auf und wollte nicht so wie der Vierfachvorsitzende. Zu einer Spontandemo, wie von Beisicht gewünscht, kam es nicht. Pleite pur.

Die Meinungen von Ronald Micklich und Markus Beisicht bezüglich „Neuwahlen“ des Landtages in NRW gingen auseinander. Während Beisicht schon eine Spendenaktion anleiert, spricht Ronald Micklich auf dem neuen Internet-Auftritt „Bergische-Stimme.de“ von einem „imaginären Pro-NRW-Wahlkampf“, der bis heute nicht stattgefunden hat. Was wurde eigentlich von den eingesammelten Geldern aus der Bettelbriefaktion bezahlt?

15 Februar: „Pro NRW“ muss die Beobachtung durch den Verfassungsschutz dulden. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf heute entschieden.

März
Wahlparteitag
in Leverkusen: Der ungebremste Zustrom ehemaliger NPD und DVU Mitglieder setzt sich bei den Vorstandswahlen fort. So findet sich erwartungsgemäß Andreas Molau (ex.NPD), Claudia Gerhardt (ex.NPD Werbeikone), Max Branghofer (ex. DVU)  im Vorsitz der Bürgerbewegten wieder.


Ex. NPD´ler André Hüsgen arbeitet fortan als Bürokraft im Leverkusener Fraktionsbüro. Hier hofft er auch mit Mitgliedern, die nicht mit diesen Personalentscheidungen einverstanden sind, in aller Parteikameradschaft fortan für unsere gemeinsame Sache kämpfen zu können.

Seit dem 29.03.2011 wird die Organisation pro NRW / pro Köln als verfassungsfeindlich eingestuft.

Austrittswelle als Reaktion auf den Wahlparteitag: Nach dem Wahlparteitag verlassen viele Pro-Mitglieder die Partei: Ronald Micklich (Rats- und Kreistagsmandat) (März), Frank Borgmann Kreisvorsitzender Wuppertal (April), Hans-Martin Breninek pro Köln (April), Frau Piachnow, Herr „Buba“ Müller (Kreisverband Leverkusen April), Herr Torsten Lange - schulpolitischer Sprecher (Mai), Alexander von Daake (Juni, Stadtrat Meschede) und weitere. Den Schlusspunkt setzte wohl Marion P. aus dem Bonner Kreisverband wegen interner Unzulänglichkeiten.

Die ProPaganda bezüglich der aktuellen Mitgliederzahlen birgt durchgängig eine gewisse Komik. Die angegebenen Zahlen stimmen nur im Rechenschaftsbericht, von Wolter und Beisicht unterzeichnet. Alle anderen Angaben kann man getrost als unrealistisch bezeichnen. Wir berichteten.
Eine Anfrage von „NRW rechtsaußen“ nach konkreten aktuellen Zahlen und nach Vergleichszahlen vom Jahresende 2010 ließ Wiener unbeantwortet. Anfang 2011 hatte er von „über 2100 Mitgliedern“ in Nordrhein-Westfalen gesprochen. Tatsächlich dürfte sich Ende vorigen Jahres die Zahl der „pro NRW“- und „pro Köln“-Mitglieder, abzüglich der Doppelmitglieder zwischen 800 und 870 bewegt haben.* Indizien für einen „massiven“ Zuwachs seither gibt es keine. (ts/rr)

Knapp 4 Wochen nach seiner Wahl erklärt Patrik Brinkmann den Rücktritt vom Vorsitz des Berliner Landesverbandes von Pro Deutschland.

April
Der Rechenschaftsbericht 2009 Pro NRW ist erschienen. Am 31. Dezember des Rechnungsjahres waren 527 Personen Mitglied der Partei.

Daten-Transfer: Überlässt Pro NRW Pro Deutschland eine Adresskartei mit über 12 000 Einträgen? Lesen Sie hier.

Groß-Demo in Bonn angekündigt, 90 bis 100 Teilnehmer angemeldet. Gekommen sind trotz landesweiter Mobilisierung nur zwischen 50 und 60 unentwegte Bürgerbewegte.

Die von Pro NRW im Gelsenkirchener Schloss Horst durchgeführte „deutsch-israelischen Konferenz“, geriet zum Flop. Die israelischen Teilnehmer wurden nach Ihrem Abgang in Gelsenkirchen auf keiner weiteren Veranstaltung der Bürgerbewegten mehr gesichtet.

Mai
Der Stammtisch des Kreisverbandes Rhein Berg mit dem Vorsitzenden Dr. Christoph Heger fliegt aus dem Gronauer Wirtshaus.

Der Marsch für die Freiheit, mit 320 Teilnehmern, wird nach stundenlanger Verzögerungen als Deutzer Brückenlauf in die Pro NRW-Geschichte eingehen. Trotz internationaler Mobilisierung konnte die Veranstaltung der vorhergehenden ProPaganda keineswegs gerecht werden. Aus dem geplanten Marsch quer durch Köln, wurde ein Hin-und Rückmarsch über die Deutzer-Rheinbrücke.

Juni
Die Staatsanwaltschaft hat den Pro-Köln-Ratspolitiker Jörg Uckermann wegen Betruges, Urkundenfälschung, Geldwäsche und Begünstigung einer Straftat angeklagt. Auch die Stadtverwaltung erhebt neue Vorwürfe gegen Uckermann.“ Lesen Sie hier und hier.

Teil 2 folgt morgen

Ihr Ronald Micklich 

   
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