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Pro NRW / Köln: Pleiten, Pech und Pannen 2011 (Teil 2)

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Juli
Landesaktionstage gegen Euro-Abzocke und ohne Publikumsresonanz. Lesen Sie bitte  hier und hier.

August
Bürgerbewegte werden zum Anti-Islamisierungs-Kongress nach Berlin gekarrt. Auch hier gelang wieder einmal nicht der ersehnte mediale Durchbruch. Nur 150 Teilnehmer, die Hälfte aus NRW. Markus Beisicht verzichtete auf eine Ansprache.

Die Polizei ermittelt gegen „pro NRW“-Vorstandsmitglied Detlev Schwarz (50) und einen führenden Funktionär des Berliner Landesverbandes von „pro Deutschland“ wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

September
2 Stunden Anti-Moschee-Demo in Herten. Auch hier wieder nur 90 Teilnehmer vor Ort.

Die max. erreichbare Anzahl an Demo-Teilnehmern verfestigt sich bei wohlgemeinten 100 Personen. Von der Demo gibt es wenig zu berichten. Lustig ist aber, dass das Musikmanagement von Marius Müller Westernhagen, Pro NRW das Abspielen seiner Musik untersagt.

Der "befreundete" Berlin-Ableger, Pro Deutschland Landesverband Berlin mit Manfred Rouhs an der Spitze, erreicht bei der Wahl in Berlin nur  1,2 %. Keine Sitze in den BVV und im Abgeordnetenhaus. 

Oktober
Petitionspostkarte gegen den EU-Beitritt der Türkei. Neue Aktion neue Panne. Nur durch die Hilfe der „Bergischen-Stimme“ wird Pro NRW vor erneutem finanziellem Fiasko bewahrt. Markus Beisicht bedankt sich.

November
Die Strafsache gegen den belgischen Busfahrer, der den Brinkmann-Bus zum Landtagswahlkampf fuhr, wird in Gütersloh verhandelt. Das Verfahren gegen den Busfahrer wird gegen Zahlung von 2500 Euro eingestellt.

Eine Neuwahl des Landrates im Rheinisch-Bergischen Kreis wurde notwendig. Die ProPaganda Maschinerie lief nach bekanntwerden mit Vehemenz an. Plakate und Flyer überall. Eine eigene Netzpräsenz mit Facebook-Auftritt und allem Zipp und Zapp. Wochenlang schufteten die Basismitglieder an Info-Ständen, beim Flyer verteilen und beim Plakate kleben. Was hat es gebracht?  Nichts, aber auch gar nichts. Von ehemals 5283 Stimmen bei der Kommunalwahl 2009, blieben ganze 1862 Stimmen der „Allertreuesten“ Bürgerbewegten über. Ein Desaster, mit 64,8% Stimmenverlust!

Die Pro Köln-Demo-Schlappe gegen das „Autonome Zentrum“ in Köln-Kalk ist sicherlich der unrühmliche Schlusspunkt, aber auch symptomatisch für eine vergeigte Partei-Politik. Nur 78 „Unentwegte“, aus ganz NRW herbei gekarrt, hatten den Weg zur Demo gefunden. Warum ausgerechnet bei dieser Veranstaltung bekannte „Freie Kameraden“ mit marschieren durften, weiß nur der Vierfachvorsitzende selbst. Nach 200 Metern Fußmarsch war Ende im Gelände. Nach langer Wartezeit auf der Straße ging es „kehrt Marsch“ zurück zum Bus und „Abfahrt“. Ob die angekündigte Wiederholung der Demo  am 28.Jan.2012 an gleicher Stelle stattfindet, ist fraglich.

Dezember
Patrik Brinkmann verabschiedet sich in einem Rundschreiben mit Abschiedsgrüßen. Den Text und einen Kommentar finden Sie im Internet. Er beginnt wie immer mit seiner Lieblingseinleitung:
"Liebe Freunde, liebe Feinde,
ich grüße Sie wieder aus Berlin, in den letzten Jahren habe ich versucht, in Deutschland etwas zu verändern, und zwar auf der parteipolitischen Ebene. Bereits vor ein paar Monaten hatte ich angekündigt, mich aus diesem Geschäft zurückzuziehen. Ohne Groll und ohne Brücken abzubrechen. Deshalb möchte ich mich nun zum Weihnachtsfest an meine Freunde und Feinde wenden."

Fazit:
Visionen: Die Fusion mit den Republikanern findet im Herbst 2011 ihren Anfang. „Die Freiheit“ ist atomisiert, deren Mitglieder bei Pro NRW herzlich willkommen. Die Mitgliederzuwächse bei Pro NRW sind gigantisch, die Landtagsneuwahl steht kurz bevor (5% + für Pro NRW nicht unmöglich), der Einzug in das Europaparlament ist keine Frage, ein flächendeckender Einzug in alle Kommunen und Kreise wird angestrebt, tönte die ProPaganda.

Sie sehen liebe/r Leser/in, Vieles, was angekündigt wurde und so schön zu sein scheint, entpuppt sich leicht als Hirngespinst und aufgeblasene ProPaganda. Hinterfragen Sie einmal die Begriffe wie „einzige rechtsdemokratische Opposition“, „betont grundgesetzkonform“, „bekennt sich ausdrücklich zum Wertekanon unseres Grundgesetzes“ oder „ist lediglich in einem Punkt radikal, nämlich in der Abwehr des Extremismus von rechts und links“ in Bezug auf die Splitterpartei.
Spiegeln Sie diese Aussagen an den von Ihnen im Internet gefundenen Ergebnissen, zum Beispiel dem „Rechenschaftsbericht“ oder dem „Verfassungsschutzbericht“ und den Medienberichten oder machen Sie sich Ihr eigenes Bild vor Ort. Sie werden erstaunt sein, zu welchen Erkenntnissen Sie bei ausführlicher Recherche kommen werden.

Das Jahr 2011 war wohl eines der erfolglosesten seit Bestehen der Kleinpartei. Nichts, aber auch gar nichts, hatte durchschlagende, öffentlichkeitsbringende Wirkung (siehe KPV). Fehlerhafte dilletantische Werbemittel, im Außenauftritt nur noch Mittelmaß, ein fragwürdiger Vorstand, innerlich zerrissen und in Zersetzung befindlich, so stellt sich Pro NRW Anfang 2012 dar. Die nächste Pleite ist für den Januar 2012 schon vorprogrammiert. "Die Hoffnung stirbt zuletzt!"

Ihr Ronald Micklich

 

   
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