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Pro NRW-Gelsenkirchen: Pro-Landesvize Hauer mit bedenklichen Bildern geoutet

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Nie mehr FaschismusScrennshot neue FB-Seite "Nie mehr Faschismus"

Nie mehr Faschismus
Heute erreichte die Redaktion der Bergischen Stimme ein Hinweis auf eine neu im Netz eingestellte Facebook-Seite. Die dort eingestellten Bilder bestätigen einmal mehr die Vermutung, dass der sich selbst als konservativ bezeichnende Landesvize von Pro NRW, Kevin Gareth Hauer aus Gelsenkirchen, offensichtlich radikaler ist, als schlimmste Ahnungen befürchten ließen.

Bei AXA gekündigt
Hauer, der nach eigenem Bekunden auch Mitglied einer akademischen Burschenschaft ist, wolle die berufliche Tätigkeit stets strikt von seinem politischen und privaten Engagement getrennt haben. Ihm sei vor der Kündigung durch AXA beiläufig gesagt worden, dass auch Burschenschafter bei der AXA nicht gerne gesehen seien. Die Kündigung von AXA und das Bekanntwerden seiner parteipolitischen Aktivitäten sieht Hauer offenbar in einem direkten Zusammenhang. Hätten die Verantwortlichen von AXA schon vorher von den jetzt veröffentlichten Bildern Kenntnis gehabt, wäre Hauer sicherlich fristlos hochkant rausgeflogen.

Rechtsextreme Symbole oder Kennzeichen
Nach deutschem Recht wird das öffentliche Zeigen fast aller rechtsextremen Symbole oder Kennzeichen nach § 86 StGB (Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen) und § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) bestraft.

Staatsanwaltschaft eingeschaltet
Der Lokalsender Emscher-Lippe berichtete in seinen Nachrichten, dass die Staatsanwaltschaft Essen diesbezüglich ein Verfahren gegen Hauer eingeleitet habe.

Kommentar
Schon zum Neujahrsempfang 2013 bei Pro Köln, wurde Hauer mit Huttenbrief in der Hand gesichtet (wir berichteten), was seine politische Gesinnung zu unterstreichen scheint.

Wie viel das immer wieder gebetsmühlenartig, monoton vorgetragene Geschwätz von der "betont grundgesetzkonformen" Splitterpartei Pro NRW wert ist, wird hier wieder offensichtlich. Die Einschätzung des Verfassungsschutzes bestätigt sich einmal mehr. Es ist schon erstaunlich, wie die kritiklosen Anhänger der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten und unter der Rubrik "Rechtsextremismus" geführten Bürgerbewegten diese Einschätzung und die Berichte über "Rechtsextremismus" in den Reihen von Pro NRW einfach ausblenden.

Man darf gespannt sein, welche Reaktionen dieses Outing bei den Spitzenfunktionären von Pro NRW, besonders aber bei Chef Markus Beisicht und dem vom Polizeidienst suspendierten Landes-Vize Karl Wolfgang Palm, der gerne medienwirksam eine Grundgesetzbroschüre bei Demonstrationen als Beweis der Grundgesetztreue von Pro NRW/Köln vor sich her trägt, hervorruft.

Wird man sich distanzieren, oder geht wieder das entschuldigende Gestammel wie "das ist doch schon vor ..." wie bei der Affäre Tobias Nass durch Schatzmeisterin Judith Wolter weiter? (zu finden bei Youtube unter Heute Show pro nrw). Klare Kante können Sie von den Pro-Politikern jedenfalls nicht erwarten.

Die Öffentlichkeit über die angetretenen Kandidaten zu den bevorstehenden Wahlen zu unterrichten ist Pflicht und Auftrag der Medien. Hier handelt es sich nicht um "Denunziation" oder parteiliche Voreingenommenheit, sondern um investigativen Journalismus, auch wenn man sich vorwiegend auf Pro NRW/Köln spezialisiert hat.

Haben Sie vor der Wahl noch Fragen an die angetretenen Kandidaten der Parteien? Hier finden Sie die Wahlvorschläge aller Kandidaten aus Gelsenkirchen.

Ihr Ronald Micklich

   
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