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Zehn Prozent mehr Empfänger von Asylbewerberleistungen im Jahr 2012

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Pressemitteilung IT.NRW zu Asylbewerberleistungen in NRW

Ende 2012 erhielten in Nordrhein-Westfalen 44 862 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren dies 4 048 oder 9,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Nachdem seit 1997 (damals 131 941 Empfänger/-innen) ein Abwärtstrend zu beobachten war, ist die Zahl der Hilfebeziehenden seit 2010 zum dritten Mal in Folge angestiegen. 5 527 Menschen erhielten neben den Regelleistungen zusätzliche Leistungen bei Krankheit, in der Schwangerschaft oder bei einer Geburt.

72,6 Prozent der Empfänger erhielten Grundleistungen in Form von Sachleistungen, Wertgutscheinen oder Geldleistungen; 27,4 Prozent bekamen Hilfe zum Lebensunterhalt. 63,0 Prozent der Regelleistungsempfänger waren im erwerbsfähigen Alter von 18 bis 64 Jahren, 2,7 Prozent waren 65 Jahre oder älter und 34,3 Prozent waren Kinder und Jugendliche.  

Die meisten Regelleistungsempfänger stammen aus Europa (47,0 Prozent) und Asien (36,1 Prozent). Fast jeder Dritte ist serbischer, kosovarischer oder montenegrinischer Staatsangehöriger (28,0 Prozent); 4,1 Prozent haben die syrische Staatsangehörigkeit. Die Empfänger verteilten sich auf insgesamt 25 566 Haushalte; 8 641 Personen (33,8 Prozent) waren in Gemeinschaftsunterkünften, 11 081 (43,3 Prozent) dezentral und 5 844 (22,9 Prozent) in anderen Aufnahmeeinrichtungen untergebracht.

Die Bruttoausgaben für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beliefen sich in NRW im Jahr 2012 auf rund 282,1 Millionen Euro, das waren 29,8 Millionen Euro bzw. 11,8 Prozent mehr als 2011. Nach Abzug der Einnahmen (z. B. übergeleitete Unterhaltsansprüche, Leistungen von Sozialleistungsträgern) verblieben Nettoausgaben in Höhe von 272,8 Millionen Euro. 47,2 Prozent der Ausgaben (133 Millionen Euro) entfielen auf Grundleistungen, 33,0 Prozent (93,1 Millionen Euro) auf Leistungen in besonderen Fällen sowie 17,8 Prozent (50,2 Millionen Euro) auf zusätzliche Leistungen im Zusammenhang mit Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt.

Im Rheinisch Bergischen Kreis stieg die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen von 455 auf 507 Personen, dies ist ein Zuwachs von 11,4%. Der Spitzenreiter ist  Leverkusen Stadt, mit einer Steigerung von 50,8 Prozent.

Hier die Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise.

Ihr B.S. Team

   
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