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Pro Deutschland: Vorstandsmitglied will Lohn einklagen

Details

Schlechte Zahlungsmoral?
Mit der Zahlungsmoral bei Pro Deutschland (PD) soll es nicht zum Besten stehen. Immer wieder wird von verzögerten oder ausbleibenden Lohnzahlungen, Urlaubsgeldern etc. berichtet. Jetzt wurde es offensichtlich einem Vorstandsmitglied zu bunt, der noch auf offene Zahlungen des Landes- und Bundesverbandes wartet.

Gerichtliche Klärung
Da eine Übereinkunft wegen der offenen Zahlungen (nach Anschreiben und Abmahnung) nicht zustande kam, findet nun am 13.01.2017 im Arbeitsgericht Berlin (Raum 224) um 11:30 Uhr eine Güteverhandlung unter dem Az. 39 Ca 16067/16 statt. Hierbei geht es um eine Gesamtforderung von ca. 1.750 Euro.

Erfolglose Geschäfte
Offenbar um die Liquidität der Partei weiter zu gewährleisten und die klamme Parteikasse zu füllen, wurde ein Onlineshop ins Leben gerufen. Hier sollen bedruckte Polohemden, T-Shirts etc. mit den bekannten Bekundungen der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Partei Pro Deutschland, wie Merkel muss weg, Support für Trump, Putin, Marine Le Pen, Viktor Orban oder Rapefugees not welcome an den Mann/Frau gebracht werden.

Wie aus zuverlässigen Quellen zu erfahren war, rechnet sich das Geschäft aber nicht. Die Einnahmen sollen demnach nicht die Ausgaben decken. Es besteht offenbar einfach keine ausreichende Nachfrage. Die Anschaffungskosten der benötigten Gerätschaften wie z. B. Drucker, Druckpresse und der Textilien (T-Shirts, Polohemden und Pullover), sollen mit etwa 3000,00€ veranschlagt werden.

Brot für Berlin
Auch diese Geschäftsidee stammt von Pro Deutschland. Gut verkleidet wird hier auf eine Spende gehofft. Über den Spendenbutton (4) gelangt man auf eine Seite, auf der personenbezogene Daten abgefragt werden. Hier steht dann auch für wen man spendet "„Brot für Berlin“ ist eine Initiative der Bürgerbewegung pro Deutschland." Weiter wird die Initiative wie folgt beschrieben:

"Hier setzt „Brot für Berlin“ an. Wir wollen ein Netzwerk ehrenamtlicher Helfer organisieren, die ab dem 18. März 2017 unverdorbene Lebensmittel  beim Einzelhandel abholen. Was der Kühlung bedarf, soll gekühlt werden. Die Lebensmittel werden sodann in ein Verkaufsfahrzeug mit Kühltheke verladen und aus diesem Fahrzeug heraus an geeigneten Standorten verschenkt."

Dafür werden noch ehrenamtliche Mithelfer gesucht. "Wir treffen uns jeden Mittwoch-Abend um 19:00 Uhr zur Besprechung dieser Kampagne im Hauptstadtbüro der Bürgerbewegung pro Deutschland, Alte Rhinstraße 16, 12681 Berlin" lässt Manfred Rouhs, Vorsitzender von Pro Deutschland wissen.

Kommentar
Es ist äußerst fraglich, ob die Berliner Einzelhändler ausgerechnet eine rechtsradikale Gruppierung wie Pro Deutschland unterstützt. Dieses auf den ersten Blick förderungswürdige Projekt scheint aber von vornherein zum Scheitern verurteilt. Geht es hier nicht vielmehr um das Generieren neuer Adressen, um mit Spendenbitten vorstellig werden zu können? Erhofft sich PD über das Projekt schon jetzt einige Spenden? Sollen bei den Besprechungen zu dieser Kampagne neue, zahlende Mitglieder angeworben werden? Wir werden den Fortgang der Aktivitäten und der gerichtlichen Auseinandersetzung im Auge behalten und zur gegebenen Zeit berichten.

Ihr Ronald Micklich

   
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